Rasen möchte auch ernährt werden, damit er kraftvoll wächst. Häufig wird einfach Rasendünger nach Packungsanleitung ausgebracht, Sie können jedoch mit dem Thema noch viel geschickter umgehen:
Heutzutage ist gezieltes Düngen angesagt - so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Das schont die Natur! Zu viel wasserlösliche Nährstoffe, wie Kalium, Magnesium und Nitratstickstoff, verlagern sich erst in tiefere
Bodenschichten und werden dann ins Grundwasser ausgewaschen. Überlegtes Düngen schont auch den Geldbeutel und hilft den Pflanzen: Ein Zuviel an Nährstoffen macht den Pflanzen genauso zu schaffen wie eine Unterversorgung.
Oft schleichen sich auch falsche Gewohnheiten bei der Bodenaufbereitung ein: Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftskammer hat bei der Untersuchung von über 20.000 Gartenböden sehr viele mit Kalk völlig überversorgte Gemüsebeetböden gefunden, die untersuchten Rasenflächen waren zu zwei Dritteln mit Kalium und Magnesium unterversorgt.
Die Bodenverhältnisse erkundenDeshalb macht der Gärtner, der wissen will, was er tut, zuerst eine Bodenuntersuchung. Durch sie erfährt er, ob der Boden mit Phosphor und Kalium, Magnesium oder Stickstoff überversorgt oder unterversorgt ist, ob ein Mangel an Kalk vorliegt oder der Boden schon zu alkalisch ist. Danach werden dann gezielt die Düngemittel ermittelt, die der Boden benötigt.
Dabei müssen noch andere Faktoren berücksichtigt werden: Der Boden (leicht, mittel, schwer) und bei einigen Nährstoffen auch die Pflanzen (Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer). Für die einzelnen Nährstoffe können so genaue Mengen ermittelt werden, die zusammengesetzt den idealen Dünger für Ihren Boden ergeben. Eine Düngeempfehlung wird in der Regel mitgegeben, wenn Sie eine Bodenprobe beauftragen. Lassen Sie sich in der örtlichen Gemeinde beraten, wo Sie an Ihrem Heimatort eine Bodenprobe beauftragen können.
Extra-Tipps
Nährstoffe ermittelt.