Rasen säen: 5 notwendige Schritte

Wenn ein Rasen neu angelegt oder nachgesät werden soll, ergeben sich gleichbleibende logische Schritte, deren Einhaltung die Qualität des Ergebnisses fördert. Hier ein kurzer Überblick:

  1. Aussaatzeit festlegen
  2. Die optimale Keimtemperatur liegt über 10 Grad, bis in einige Zentimeter Tiefe durchgehend. Andererseits darf der Boden auch nicht zu warm sein, und die junge Saat sollte weder unter Trockenheit noch unter heftigen Regengüssen zu leiden haben. Diese Bedingungen bietet unser Wetter erfahrungsgemäß im Frühjahr und im Herbst.

    Im Frühjahr liegt zudem die Zeit des stärksten Wachstums, eine gute Zeit zum Säen vor allem für die Nachsaat. Für die Neuanlage wird meist der Herbst empfohlen, gerade wenn es sich um eine durchgehend neu angesäte Fläche handelt, ist gleichmäßige Feuchtigkeit wichtig, die im Herbst meist gegeben ist. Außerdem kann sich der neu angelegte Rasen über den Winter ungestört entwickeln und im Frühjahr noch einen kräftigenden Wachstumsschub hinter sich bringen, eher er im Sommer häufig betreten wird.

  3. Boden auflockern
  4. Soll der Rasen neu angelegt werden, muss zunächst der Boden vorbereitet werden. Er wird umgegraben, etwa spatentief. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie so viele Fremdkörper wie möglich entfernen, ob es sich um Steine handelt oder um Wurzeln angrenzender Pflanzen. Wenn das geschafft ist, begradigen Sie den Boden mit einer Harke, dann sollte er sich ein bis zwei Wochen setzten.

  5. Samen auswählen
  6. In dieser Zeit können Sie den Rasensamen kaufen, achten Sie auf Qualität und die richtige Mischung. Viel Arbeit nimmt Ihnen hier Saatgut mit der RSM-Kennzeichnung ab, RSM heißt Regelsaatgutmischung und enthält garantiert nur von Bundessortenamt zugelassene Sorten. Und garantiert auch nur die Sorten, die für den angegebenen Zweck geeignet sind. Es gibt Regelsaatgutmischungen für viele Zwecke, Nr. 1.1.1 ist zum Beispiel Zierrasen. Außerdem sollten Sie sich von einem ortskundigen Fachmann beraten lassen, welche Grassorten für den örtlichen Boden und die gegebenen Lichtverhältnisse am besten geeignet sind.

  7. Samen ausbringen
  8. Das Wichtigste beim Ausbringen der Samen ist die Gleichmäßigkeit, am besten geht das mit einem Streuwagen, bei dem Sie einstellen können, wie viel er auswirft. Streuwagen werden Sie meist dort ausleihen können, wo Sie das Saatgut kaufen. Wenn Sie von Hand säen möchten, schaden ein paar Übungswürfe nicht, damit die Samen später nicht ungleich verteilt werden. Die Menge des Saatguts steht auf der Packung, für eine Neuanlage reichen meist um 25 Gramm pro Quadratmeter. Direkt nach der Aussaat wird der Samen leicht eingeharkt.

  9. Sie können das Gelingen durch eine erste Düngung unterstützen, hier sollte der Dünger viel Phosphor enthalten, der das Wachstum von Wurzel und Austrieb fördert. Dann sollte der Rasen noch gut feucht gehalten werden, vor allem im ersten Monat. Solange sollte der Rasen auch nicht betreten werden, gemäht wird zum ersten Mal, wenn die Pflänzchen etwa 10 cm hoch sind.