Rasen nachsäen - Wie Sie den Zeitpunkt wählen & dabei vorgehen

Besonders nach dem Vertikutieren im Frühjahr zeigen sich auf einer Rasenfläche häufig kahle Stellen, bei denen es sehr lange dauern würde, bis sie von allein wieder zuwachsen. Dann empfiehlt sich die Verwendung einer Nachsaat, um die Lücken wieder zu schließen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Abgesehen von den Monaten im Hochsommer, wenn es sehr heiß und trocken ist, kann ein Rasen im gesamten Zeitraum von Frühling bis Herbst nachgesät werden. Am besten geeignet ist jedoch das Frühjahr, damit das Gras sich gut entwickeln und bis zum nächsten Winter ausreichend Wurzeln bilden kann. Ganz besonders eignen sich hierfür die Monate April und Mai.

Anleitung zum Rasen nachsäen

Um Lücken in einer Rasenfläche zu schließen, gibt es im Handel Nachsaat, deren Samen speziell für diese Zwecke zusammengestellt wurden. Sie wächst schneller an als herkömmliche Rasensamen, sodass die Kahlstellen bald wieder geschlossen sind. Diese Nachsaat wird auf folgende Weise verwendet.

  1. Als erstes wird der Rasen kurz geschnitten, eine Höhe von zwei bis drei Zentimetern ist für das Nachsäen optimal.
  2. Mit einem Vertikutierer wird Moos und Unkraut entfernt und der Boden aufgelockert. Dies kann mit einem elektrischen Vertikutierer oder einem Vertikutierrechen geschehen.
  3. Schnittgut, Unkraut und Moos müssen vollständig von der Rasenfläche entfernt werden.
  4. Etwas Rasendünger versorgt den neu gesäten Rasen in der Anwachszeit mit den nötigen Nährstoffen. Beim Nachsäen ist die Verwendung eines speziellen Starter-Düngers empfehlenswert, der die Anfangsentwicklung der Grashalme fördert. Alternativ kann aber auch etwas Humus verwendet werden, um die Saat bei ihrer Keimung zu unterstützen.
  5. Stellen im Boden, auf denen sich schnell Pfützen bilden, können etwas durchlässiger gemacht werden, indem ein wenig feinkörniger Sand in die Erde eingearbeitet wird.
  6. Dann wird das Saatgut auf den kahlen Stellen verteilt. Besonders gleichmäßig gelingt dies mit einem Streuwagen.
  7. Mit einem großen Holzbrett oder Ähnlichem werden die Samen etwas angedrückt, damit sie nicht vom Wind fortgeweht werden.
  8. Danach wird die bearbeitete Fläche gewässert. Auch in den folgenden Wochen ist darauf zu achten, dass der Boden nicht austrocknet.
  9. In der Zeit nach der Aussaat darf der Rasen vier bis acht Wochen lang nicht betreten werden, bis sich das neue Gras gut entwickelt hat.
  10. Erst nachdem das Gras eine Höhe von zehn Zentimetern erreicht hat, darf es zum ersten Mal geschnitten werden, hierbei aber nicht kürzer als vier bis fünf Zentimeter. Danach können die ausgebesserten Stellen genau wie der Rest der Rasenfläche gepflegt werden.