Rasen anlegen - 4-Schritte-Anleitung & Kostenaufstellung

Das Anlegen eines Rasens ist eine Maßnahme mit Langzeitwirkung. Wenn Sie hier überlegt und sorgfältig vorgehen, wirkt sich das direkt auf die Qualität Ihres Rasens aus.

Ebenso ist anders herum, denn ein schlecht angelegter Rasen wird immer ein Sorgenkind bleiben, trotz guter Pflege. Deshalb lohnt es sich, folgende Schritte zu beachten:

1. Zeit der Aussaat planen

Rasensamen braucht mindestens 14 Tage eine Keimtemperatur (Bodentemperatur) von über 10 Grad, auch Trockenheit oder heftige Regengüsse mag die junge Saat nicht. Damit bietet unser Wetter Frühjahr und Herbst als Zeitpunkt der Aussaat an.

Für den Herbst sprechen noch einige zusätzliche Argumente: Regen und Taubildung sorgen für gleichmäßige Feuchtigkeit im Boden, außerdem wird der frisch gesäte Rasen weniger betreten als im Frühjahr. Im Winter und mit Beginn der Wachstumsphase im nächsten Frühjahr kann er sich dann ganz in Ruhe festigen, bis er im nächsten Sommer strapaziert wird.
  1. Bodenvorbereitung
  2. Bei einer Neuanlage muss der Boden umgegraben werden, etwa spatentief, so viele Fremdkörper wie möglich werden entfernt. Wenn das geschafft ist, wird begradigt, dann sollte der Boden sich ein bis zwei Wochen setzten.

  3. Samen aussuchen
  4. In dieser Zeit können Sie den Rasensamen kaufen, nach Ihren speziellen Anforderungen. Sie wissen, ob es Zierrasen oder Strapazierrasen sein soll, ein ortsnah ansässiger Fachmann wird Sie über den richtigen Rasen für Ihren Boden und die örtlichen Lichtverhältnisse beraten können. Achten Sie darauf, eine Regelsaatgutmischung (Aufdruck RSM) zu erwerben. Diese Mischungen sind von unabhängigen Labors getestet, die garantieren, dass die gesamte Saatgutmischung aus den Samen für den genannten Nutzungszweck zusammengestellt wurde. Jedem Nutzungszweck ist eine Zahlenkombination zugeordnet, RSM 1.1.1 ist zum Beispiel Zierrasen.

  5. Aussäen
  6. Dann wird ausgesät, möglichst gleichmäßig in der auf der Packung angegebenen Menge, das kann mit einem Streuwagen oder per Hand geschehen. Der Samen wird mit dem Rechen etwas eingearbeitet, nicht zu tief, Rasensamen sind Lichtkeimer. Jetzt brauchen Sie nur noch warten (und hungrige Vögel fernhalten).

Kostenaufstellung

RSM-Samenmischungen gehören nicht zum teuersten, das angeboten wird, oft sind es schmucklose Packungen, die auch die öffentliche Hand verwendet. Um 7,- Euro kostet das Kilogramm, reicht für etwa 40 Quadratmeter. Teurer können Sie Packungen bekannter Marken im Gartencenter erwerben, eine RSM-Nummer ist hier nicht unbedingt angegeben. Dafür aber ein beeindruckender Name wie Rasensamen Supra 100, der für 100 qm Rasen schon mal 50,- Euro kosten kann. Billiger erscheint mancher Rasensamen vom Discounter mit 6, Euro pro Kilogramm. Wenn man allerdings genauer hinschaut, sind nur 500 g Samen enthalten, der Rest ist Ansaatdünger. Also 12,- Euro pro Kilogramm, oft ohne jede Auskunft über die Zusammensetzung.

Fazit

Auf jeden Fall ist die Anlage eines Rasens durch Aussaat ein bezahlbares Vergnügen, wenn Sie die Vorarbeit selbst erledigen. Soll ein Gärtner Ihnen die Arbeit abnehmen, müssen Sie mit Kosten zwischen 2,- und 12,- Euro pro Quadratmeter rechnen, je nach Umfang der vorbereitenden Arbeiten.